Offener Brief an die Bundesregierung zum Erhalt von Kunst und Kultur in Zeiten von Covid-19

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
Sehr geehrter Herr Vizekanzler,
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin,

als der Luftkrieg seinerzeit über Großbritannien tobte, wurde der damalige Premierminister Winston Churchill, selbst Maler und Literaturnobelpreisträger, dazu aufgefordert, die Kulturausgaben zugunsten des Verteidigungshaushaltes zu kürzen. Seine Antwort lautete ?Und wofür kämpfen wir dann??. Churchill bewies Weitblick und setzte die richtigen Signale, Kunst und Kultur auch für spätere Zeiten lebendig zu erhalten. So natürlich uns die monetäre Sicherstellung der Kulturbetriebe heute auch vorkommen mag, so eine starke Symbolkraft hatte eine derartige Aussage in einer Zeit, in der staatliche Kultursubventionen alles andere als selbstverständlich waren. Kulturschaffende wurden also nicht einfach mit Almosen ruhiggestellt und ein bedeutender Teil des Kunst- und Kulturwesens zeitgleich stillgelegt, um sich zuerst auf das ?Wesentliche? zu konzentrieren. Historisches Bewusstsein, aber auch eine Auseinandersetzung mit möglichen Zukunfts-Szenarien verdeutlichen, wie sich ein drohender kultureller Stillstand auf unsere Zivilisation auswirken könnte.

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